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World Citizen (Friends Connection)

February 29th, 2008

Wie bereits erwähnt, wird in Peru derjenige oder diejenige fündig, der oder die sich für Gastronomie auf allerhöchstem Niveau interessiert. Für den Leser, der diesen Begriff etwas schwammig und nicht greifbar findet, sei gesagt, dass obwohl vorhanden, ich Schnitzel mit Pommes-Rot-Weiß/Pizza/Pasta/… nicht unter diesem Begriff subsumiere.

Was kann man dann also unter diesem Begriff verstehen. Zu allererst sei gesagt, dass der Staat Peru von vielerlei kulturellen und ethnischen Einflüssen zehren kann. Menschen aus verschiedenen Teilen dieser Welt, kamen in eine Welt, in der sie Glück und Hoffnung auf Verbesserung suchten (spanischer Bürgerkrieg, Weltkrieg) oder gezwungen wurden (Sklaven). So finden sich neben den indigenen auch afrikanische, chinesische, japanische und europäische Einflüsse im Gesichte Perus wieder. Spielt dies eine Rolle - ja! denn alle diese Ströme wirken bereichernd und erfrischend auf die cousine Perus ein.

Es wird kombiniert was das Zeug hält und die Speisen präsentieren sich leicht, spielerisch und farblich dem Auge wohlgesonnen - abseits von schweren Saucen, Klößen und Hirschbraten.

Ein Land, das dank seiner Küstenlinie fantastischen Fisch frisch auf den Teller zaubern kann. Unter meinen Lieblingen finden sich hier Gerichte wie Seviche oder Escaveche. Ersteres ist Fisch der einzig in Citronensaft/Limettensaft an Zwiebeln gegart wird. Escaveche ist marinierter Fisch unisono gegrillt mit Zwiebeln und Kartoffeln - Hmm. Selbstverständlich kann man auch Lachs, Pangasius, Forelle oder Thunfisch au-point bekommen (meiner war innen rosa und wurde an grünem Spargel serviert).

Gegrillt wird in Lateinamerika anscheinend nicht nur in Brasilien und Argentinia. So kann man quasi alles auf den Rost schmeissen und dort bis zur Vollendung ruhen lassen, was die Pflanzen- und Tierwelt hergibt - Rindfleisch herrlich rosa und blutig, Geflügel zart und weich auf dem Gaumen zerfließend, Gemüse farbig und knackig - eine wahre Freude nicht nur für den Fleischauslasser. Hat das Genießerherz einen Grill-Wunsch, so wird es hier nicht lange bluten … Im Gleichklang mit Brasilien, so findet das Grillen eben nicht nur innerhalb geschlossener Räume oder im Rahmen des acado statt, sondern ist als bereicherndes Element der Straße wahrnehmbar. Menschen mit kleinem Grill veräußern Spieße mit Grillgut und passendem Getränk an den hungrigen Passanten.

Chinesische Einflüsse haben in Peru zum sogenannten Chifa geführt - der Chinese ihrer Wahl. Das Niveau pendelt zwischen einfachem Schnell-Chinesen bis hin zu gehobenem Niveau. Wobei auch der Schnell-Chinese teils besser kocht als so mancher Wok-Jongleur in hiesigen Gefilden. Für den geneigten Sushi-Esser gibt es eine vielzahl japanischer Sushi-Bars. Im Gleichklang mit dem Rest der Welt, so schießen diese Tempel roher Fisch und Gemüsehäppchen wie Pilze aus dem Boden. Wer dann also auf der Suche nach in Algenpapier gewickeltem Reis ist, wird auch in Lima fündig.

Die europäischen Einflüsse kommen verstärkt aus Spanien und Italien (Panetone anstatt Stollen ;D). Jamon, queso, manchego, turon, tapas - keine Unbekannten für denjenigen oder diejenige, der oder die schon einmal bei unseren Freunden in Westeuropa war. Ohnehin ist Spanien das zweitliebste Reiseland der Deutschen (Numero uno ist bella Italia). Sollte man also dieser Culinaria zugetan sein und sich fragen: “Peru und Essen - passt das ?” dann war dies sicherlich eine Hilfestellung.

Last but not …. Sei die indigene Küche erwähnt. Diese wartet mit Gerichten auf, die ich eher als schwer bezeichnen möchte. Bohnen, Kartoffeln, Reis sind beliebte Elemente. Zu den exotischen Dingen, die ich während meines Aufenthalts probieren durfte, zählt das in unseren Breiten als Haustier bekannte Meerschwein (cuy). Aber auch Alpaca-Filet zierte meinen Teller. Geschmacklich sehr mild, wies es eine starke Ähnlichkeit zu Rindfleisch auf. Cuy (al horno - also im Ofen gebacken) ist sicherlich vergleichbar mit Kaninchen. Nachteil leider - ist die Größe des Tieres, so hat man doch sehr wenig, an dem man sich laben kann.

Hier noch eine Liste der Gerichte, die man probieren sollte

Seviche, Escaveche, Causa, Chifa, crocetas, lomo saltado, aji de gallina, Pisco sour, chicha, mazamora, manjarblanco, lucuma, cuy al horno, inca cola …

P.S.: Peru wartet mit eigener Fastfood-Kette auf - Bembos

Hier weitere Ideen : cocina peruana

Moments Are Forever (Moon Project)

February 17th, 2008

Lieber verspätet als nie, möchte ich an dieser Stelle ein paar Worte über unseren Weihnachtsurlaub in Peru verlieren (die Bilder hierzu folgen noch).

Scheinbar bekannt durch in Gedanken konstruierte Bilder, die von Jimenas Beschreibungen, Erlebnissen mit nun gemeinsamen Freunden, meiner eigenen Erfahrung und der ein oder anderen Recherche genährte wurden, begab sich kein heliger König aber meine Wenigkeit (gut die anderen Fluggäste klammere ich an dieser Stelle mal aus) in das 18 Flugstunden und mehr als 10000 km weit enfernte Peru.

Nach knapp 4.5 Jahren Gemeinsamkeit, die von unzähligen “Wann kommst du?”, “Wir wollen Pitty kennenlernen!”, … begleitet wurden, erschien mir die Zeit recht und der Flug weniger günstig, um mich diesem Unterfangen zu stellen. Eine Unternehmung die eine enorme Bereicherung für mein bescheidenes Verständnis dieser Welt darstellt, da sie mir doch eine Fülle neuer Eindrücke, neue Bekannte und fast-Freunde, Familie brachte.

Der Flug über Madrid verlief störungsfrei und ich war durchaus überrascht von der Qualität des Essens, welches man zwischen Madrid und der peruanischen Hauptstadt servierte - typisch spanisches Essen auf sehr hohem Niveau. Während des Anflugs auf Lima präsentierte sich diese Metropole, ähnlich wíe eine der schönsten Städte der Welt - Rio de Janeiro, leuchtend, einladend und weltstädtisch. Sichelförmig erstreckt sich die Küstenlinie entlang des Pazifischen Ozeans, umsäumt von Straßen, Autos, Lichtern und Häusern - ein malerischer Anblick der sich mir bei meiner Ankunft bot.

Wie auch Sao Paulo, so breitet sich Lima wie ein gigantischer Teppich über das Land - bedeckt jeden Quadratzentimeter mit Leben und nimmt dem Alten die Existenz, so dass sich dem Beobachter nur wenig Raum zu Entspannung bietet, des Voyeurs Auge wandert nach links und rechts, getrieben zwischen interessantem Neuen und fader Wiederholung, rhytmischem Leben und arythmischer Unterbrechung des Flusses. Ein ganz eigenes Flair aus lateinamerikanischer Lässigkeit und der Hektik einer modernen Großstadt bietet sich dem Besucher dar - die mehr als 7 Millionen Einwohner tragen zweifelsohne zu diesem Gesamterlebnis bei. Gleich einer Fledermaus scheint das Eintreten der Nacht dem Rhytmus der Menschen ein paar Takte hinzu zu fügen. Die Straßen sind durchflutet von PKW, Menschen warten nach vollbrachtem Tagewerk auf ein Taxi oder einen der unzähligen Busse, die ohne jede Vorankündigung halten, um gleich wieder weiter zu fahren. Der Verkehr strömt durch die Adern der Stadt und bahnt sich seinen Weg entlang aller gegebenen Freiheitsgrade - links, rechts, vorn, hinten; einzig das Fehlen eines übergeordneten Systems scheint konstant. Ein Verkehrsregeln sind vorhanden nur die Befolgung dieser wird konsequent vermieden. Funktioniert dies?! Ja, scheinbar - untermalt von Hupen und dem ein oder anderen Spruch bezüglich der Mutter oder Schwester des Autofahrers links von dir. Die Fußgängerzonen sind randvoll mit Händlern die ihre Waren (Gegrilltes, Eis, Getränke, Obst&Gemüse, Telefone, Dienstleistungen) den unzähligen Passanten verkaufen wollen. Kein verkniffenes Gesicht, kein hochgezogenes Auge.

Einzig die innere Grundgelassenheit scheint allen gemein. Doch gerade dies kann man als ausländischer (mitteleuropäischer, deutscher) Tourist nur allzu schwer fassen, wenn man z.B. eine alte Frau beobachtet, wie diese selbst gestrickte Armbänder verkauft, oder einen Rollstuhlfahrer sieht, wie dieser versucht, an der Ampel als Autowäscher, sich als Teil der Gesellschaft zu verhalten. Merke! In Deutschland ist man Teil der Gesellschaft, wenn man in Lohn und Brot steht. Alle anderen werden gern als außerhalb der Gesellschaft betrachtet (nicht von jedem aber von einigen).

Immer wieder wird man auf die Probe gestellt. Wenn man z.B. ein Kleinkind mit braunen Knopfaugen sieht, welches Süßigkeiten an Autofahrer verkauft, während diese bei roter Ampelphase auf ein Fortkommen warten. Die innere Stimme will schreien: “Warum schicken dich deine Eltern nicht in die Schule?”, “Warum musst du hier arbeiten?”, “Du solltest Kind sein dürfen, spielen mit deinen Freunden, unbeschwert und sorgenfrei!” - Aber dies entspräche nur allzusehr unserem deutschen Verständnis der Welt - Chancengleichheit für alle, Barrierefreiheit, Miteinander, sozial, Gleich - Väterchen Staat wird es schon richten.
Abstrakte Begriffe für einen Teil der Bevölkerung dieses Landes, die hier bestenfalls als leere Worthülsen umherfliegen, wenn sie denn überhaupt als Wort für den einen oder anderen Peruaner existieren. Denn nicht jeder kann oder will die spanische Sprache als seine Muttersprache bezeichnen. Schätzungen zufolge sprechen mehr als 3 Millionen Peruaner die indigene Sprache Quechua, welche deshalb 2. offiziell anerkannte Amtssprache ist. Diese Zahl an sich ist scheinbar nicht sehr groß, nur sollte man diese in Relation zu knapp 27 Millionen Peruanern sehen (als Anmerkungen: scheinbar gibt es in Deutschland mehr als 4 Millionen Analphabeten - man beachte die weltweite Zahl von knapp 900 Millionen).

Für den geneigten Leser sollte an dieser Stelle bereits deutlich geworden sein, dass Peru eine Erfahrung ist. Peru ist mit Sicherheit kein einfaches Land - extrem arm und superreich geben sich hier quasi die Klinke in die Hand. Es ist nicht Mallorca oder LLoret de Mar. Es erhebt nicht den Anspruch dem Massentourismus zu genügen - raus aus dem Flieger, Bier, Strand, Party mit Bier, Strand, Hotel, Schlafen.

Selbstverständlich kann man dies in Peru erleben und das auch auf sehr hohem Niveau (entsprechende Divisen vorausgesetzt). Aber Peru ist facettenreich, ein Prisma welches ein Ganzes in viele wunderbare einzelne Teile zerlegt. Ein Schatz den der Einzelne bergen muss.

Peru bietet (und noch mehr):

  1. Natürliche Schönheit, eine Fülle an verschiedenen Klima- und Vegetationszonen
  2. Menschlichen Reichtum und Kulturelles Erbe - eines der 7 neuen Weltwunder, Wärme, Offenheit, Menschlichkeit, Hochkulturen
  3. haute Cousine: fernab von schweren Saucen (deren Fan ich bin) zeichnet die peruanische Küche frische, variantenreiche und interessante Speisen entlang der Linie Vorspeise, Hauptsspeise, Postre

Zumindest einige dieser Punkte werde ich beim nächsten Mal aufgreifen. Für heute gilt es noch die Vorbereitungen für die morgige Arbeitswoche zu treffen.

Developers, Developers, Developers (author unknown)

February 9th, 2008

Ich bin zurück von meiner Reise zur Mach Intro School 2008 in Prag. Über Erfahrungen, meinen neuen Arbeitgeber, die Reise nach Peru und andere Dinge werde ich demnächst schreiben. Für jetzt sei gesagt, dass ich als Mitglied der MS-Community im Facebook vertreten bin. Dort habe ich auch einige Fotos von Stefans und meiner Reise nach Paris zur Verfügung gestellt. Wer also zwei stramme Burschen in der Stadt der Liebe sehen will der sollte hierhin schauen …

Paris, amour mit Stefan und Christian

People Can Fly (Astral Projection)

December 10th, 2007

Ein besinnliches 2.Advent Wochenende ist vorbei. Henrik und Stefan besuchten meine Schwester+Freund und mich in der malerischen Studentenstadt am Neckar - Heidelberg. Wir kochten und aßen zusammen, besuchten den Heidelberg Weihnachtsmarkt (der wie viele andere dieser Art und Benennung doch eher eine Ansammlung von Fress- und Glühweinbuden ist) und tummelten uns des Nächtens in der Heidelberger Kneipenlandschaft. Der Umstand, das Heidelberg eine Studentenstadt machte sich hier besonders positiv bemerkt. Volle Kneipen und Bars, Leben, Frohsinn, positive Stimmung allerorts - einzig die Musik ist streitbar aber sonst Freigeist, Jugend und Alter im Einklang - sehr angenehm wenn man ein paar nette Stunden mit Pils verbringen will. Doch weil nur die Wurst zwei Enden hat, endete das Wochenende nach Ansicht vieler Landsmänner und Frauen viel zu früh am gestrigen Abend.

Heute hatte ich meinen letzten Arbeitstag zu absolvieren. Mit lachendem und weinendem Auge verließ ich dann auch Kronberg und damit auch ein Kapitel meiner jüngeren Vergangenheit. Die letzten Monate waren aufregend und schön, voll von neuen Bekanntschaften und Dingen, die es zu erlernen und erstreiten galt. Dementsprechend gleich einer alten Lieblingsjeans, die man sehr gern trug, musste ich diese heute ablegen, um mich des Kaisers neuen Kleidern zuzuwenden - wie sich Schlangen wohl fühlen mögen, streifen diese doch ihre Vergangenheit in erschreckender Regelmäßigkeit ab. Nicht ganz im Gleichklang dieses Absatzes, aber nicht vollkommen fremd, fällt mir hierzu ein jüngerer Artikel der Financial Times Deutschland ein, der die Entsorgung bzw. Aufarbeitung der Geschichte deutscher Großkonzerne beschrieb. Dies wird von einigen Konzernen (z.B. die Bayer AG, Deutsche Bank) positiv vorangetrieben, hingegen scheinen andere Unternehmungen leichte Probleme und Hemnisse in diesem Bereich zu verspüren (Dr. Oetker). Nun, Geschichte heißt eben nicht nur durchleben und gut, sondern auch reflektieren, analysieren und aufarbeiten. Dinge mit denen wir Menschen uns ab und an schwer tun, wäre es anders hätten wir vermutlich nur positive Soft-Skills zu verbuchen. Weil ich gerade dieses tolle/supi/tolle Wort schrieb, möchte ich die Chance ergreifen und 2 andere Worte nennen, die wohl in vieler Menschen Munde sind …

kommunizieren (Man redet nicht mehr, sondern man kommuniziert (+1). Klingt ja so sophisticated :D ) (+1)
eskalieren (Man teilt seinem Vorgesetzten - direkt oder nicht, ein Nachricht/Sachverhalt/Problem nicht mehr mit, sondern man eskaliert etwas (+1))

Toll!, in welch modernen Zeit wir leben. Ob es wohl eine Bewegung, entsprechend des Anti-Anglizismus, für Anti-Romanismus gibt?

Es ist für mich kaum zu glauben, dass beinahe wieder 8 Monate vorüber sind. Ich weiß noch, wie ich zu Beginn des Jahres bei Stefan auf einer kleinen Luftmatraze in seiner Kronberger Sous-Terrain Wohnung geschlafen habe, jeden Morgen die Wohnung in Richtung Campus Kronberg verließ, um meinem Tagewerk nachzugehen. Mittlerweile liegt dann auch eine kleine Ewigkeit München hinter mir, Zeit die ich nicht missen möchte. Zumindest die Örtlichkeit wird mich auch in Zukunft begleiten.

Wie immer wenn man einen Wechsel vollzieht, sind die begleitenden Gefühle gemischt. Man verläßt etwas Vertrautes, blickt in das blendende Sonnenlicht und muss sich erst neu an die Umgebung gewöhnen. All dies durchlebe ich momentan bzw. es steht mir unmittelbar bevor. Doch bevor ich mich einer neuen Herausforderung stellen darf, geht es in den Jahresurlaub. Zwei Wochen Peru rücken immer näher. Mit diesen 2 Wochen kommt die Gewissheit des Ungewissen ebenfalls immer stärker auf mich zu. Gleich dem Motto eines Mad-TV Sketches “Lowered Expectations”, kreisen meine Gedanken nicht um Peru oder verwandte Angelegenheiten, sondern um das größere Übel - Wie und wann packe ich meinen Koffer.

Die existentiellen Fragen, Was?, Wann?, Wie? und Wo? - demnächst werde ich zumindest teilweise eine Antwort erhalten haben.

Advent, Advent

December 2nd, 2007

einen schönen ersten Advent an alle. So langsam bewegen wir uns auf die besinnliche Zeit des Jahres zu, mit ihr kommt dann das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel steht schon mitten in der Tür. Meine bessere Hälfte hat sich heute morgen nach Peru verabschiedet. Seit knapp 5 Uhr bin ich also Strohwitwer. Naja, einige Dinge gibt es noch zu erledigen, so dass mir die Zeit nicht zu langweilig werden sollte.

Mit der Jahreswende rücken 2.5 Termine immer näher. Zum einen werde ich am 12.12. ebenfalls nach Peru fliegen. Dies ist das erste mal, dass ich Peru besuchen werde und mit diesem Besuch werde ich Jimenas Heimatland und vermutlich einen großen Teil ihrer Familie kennenlernen. In Peru werde ich die Chance haben, eines der neuen Weltwunder zu besuchen - Machu Picchu. Hierauf freue ich mich sehr denn alle Bilder, die ich vorab bestaunen konnte, zeugen von einer wahrlich meisterhaften Leistung der Ureinwohner Perus. Wie während meines Besuches in Brasilien, erwarte ich auf menschlicher Ebene viele bereichernde Erfahrungen, nicht nur im Bereich der Stadtbevölkerung (vornehmlich Freunde, Bekannte und Verwandte von Jimena) denn das Leben in einer Großstadt wie Lima (> 7 Millionen Limanesen von > 27 Millionen Peruanern), erinnert an das Leben in vielen anderen Großstädten auch - Hektik, Bewegung, Lärm, Unruhe …

Ich habe Bilder von einem Freund von Jimena gesehen. Diese Bilder zeigen zum einen die hektische Seite Perus - viel mehr Limas - aber auch die urtypische Seite Perus - Kinder der Ureinwohner, in einem Boot fahrend durch regenwaldartiges Gebiet. Gerade diese Bilder faszinieren mich und vielleicht werde ich die Chance haben diese Kinder/Menschen zu sehen, vielleicht auch ähnliche Momente auf Bilder zu bannen. Ebenfalls interessant sind die Trachten der Andenbevölkerung. Die farbenfrohen Kleider, Schicht um Schicht über den menschlichen Körper gelegt, kommen ohne künstliche Färbemittel aus (siehe folgendes Bild). Eine beachtliche Leistung, wenn man diese Kleider sieht (z.B. British National Museum in London) - erstrahlen sie doch in vielen kräftigen Farben. Für unsere Fußballfans sei angemerkt, dass Peru das Frauenfußballteam aufweißt, welches das älteste Durchschnittsalter hat und vermutlich trainiert diese Mannschaft auf dem höchsten Fußballplatz der Welt. Natürlich muss ich auch noch der ein oder anderen gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen (Hochzeiten, Weihnachtsfeier).

Peruanische Tracht (Quelle: http://www.kaymy-llaqtay.com)

Neben unserem kurzen Abstecher (Jimena knappe 4 Wochen, ich 2 Wochen) heißt es für mich, Sachen packen denn im kommenden Jahr werde ich für die nächste Zeit nach München gehen. Ich war im letzten halben Jahr arbeitsbedingt dort und werde dort sesshafter werden. Sesshaft heißt in diesem Fall, dass ich mir eine Wohnung oder ein Zimmer nehmen werde, um unter der Woche meiner Beschäftigung nachgehen zu können. Natürlich werde ich am Wochenende meine bessere Hälfte in Köln besuchen aber Teilzeitbayer zu werden, wird sicherlich eine sehr spannende Erfahrung. Mehr Informationen hierzu werde ich demnächst preisgeben aber bis dahin gehört meine Loyalität der Gegenwart.

In diesem Sinne wünsche ich allen einen besinnlichen Wochenanfang.

Grüße Christian

Money, Money, Money (Abba)

November 21st, 2007

Weil ich bei meinen Streifzügen durch die Unweiten des Internets ab und an auf freie elektronische Bücher stoße, die ich als wertvoll oder lesenswert erachte, habe ich mich entschlossen eine neue Zweig-Seite aufzumachen, welche sich diesen Perlen widmen wird. Der erste Eintrag ist das Buch

Unreality (RMB)

November 16th, 2007

Heute habe ich einfach mal ein paar Schlagzeilen des Spiegel ausgewählt, um zu zeigen wie realitätsfern manche Aktionen der Politik sind. Was ich meine sollte wohl offensichtlich werden

  1. Abgeordneten-Diäten steigen um 9,4 Prozent
  2. Arbeitslosengeld I: Bundesagentur droht Milliardenloch
  3. Etat 2008: Bund will mehr Geld ausgeben
  4. Negativrekord: Kinderarmut steigt dramatisch an
  5. GDL-Streik bedroht Weihnachtsgeschäft

Gestern abend hatte Herr Schell (GDL Guru) die Möglichkeit im Studio Friedmann sich Gehör zu verschaffen. Als misglückt, möchte ich seinen Auftritt im besten Falle beschreiben. Anscheinend weiß er nicht so recht wofür seine Mannen streiken und anscheinend ist er nicht sehr strikt beim Festhalten an seinen Forderungen. Denn zwischen 31 % Gehaltserhöhung und eigenem Tarifvertrag und den Varianten, die er gestern als möglich erachtete

  1. 31 % Gehaltserhöhung ohne eigenen Tarifvetrag
  2. (mind.) 10 % Gehaltserhöhung (mit eigenem Tarifvetrag)

bestehen schon Welten. Vielleicht bringen seine vermutlich ungewollten Äußerungen, hatte er doch sehr mit dem renitenten Friedmann zu kämpfen, etwas Bewegung in die Sache und zeigen den Streikenden und den Betroffenen, dass es hier wirklich um edle Ziele geht und nicht um den 2. Frühling zweier Selbstsüchtiger.

Naja, allen Pendlern, so wie ich, einen frohen Heimweg.

Ring my Bell (Anita Ward)

November 8th, 2007

Passend zur bevorstehenden I Phone Deutschland Einführung am 9. November, die wohl viele junge Deutsche in starken Aufruhr versetzen wird, bietet die FTD Deutschland eine Bilderserie, die mögliche Alternativen zu Apples berührungsempfindlichen Telefon präsentiert. Diese kann man hier einsehen.

Die Revolution, die vom I Phone ausgehen soll (sowohl technisch als auch sozial), darf man (ich) wohl stark anzweifeln. Aber der vorbildliche Webefeldzug kann natürlich mit “thumbs up” gesehen werden. Auf der perfekten Welle des I-Pod mitreitend gibt es also demnächst für viele Jamba-Abonnenten, Möchtegern-Hip-People, technik-Affine, Überall-und-Allzeit-bereit-People, u.v.m., den I-Pod mit Telefonie-Funktionalität. Auch ich befinde mich momentan auf der Suche nach einem neuen Telefon denn mein fast Jahre altes Gerät des U.S. Konzerns Motorola befindet sich im Sterbeprozess. Dementsprechend ist jeder Tag mit dem Gerät ein spannender Tag - neue “Funktionen”, neues Verhalten, voller Akku, leerer Akku; es wird nie langweilig. Mal sehen, was unser momentaner Dienstleister anbieten kann.

Unsere Kurzreise nach London war ein voller Erfolg und ich werde demnächst mal ein kurzes Reisetagebuch an dieser Stelle veröffentlichen (selbstverständlich inklusive Photos).

Dame Blanche (M.I.K.E. vs. John’OO’Flemming)

October 25th, 2007

Da Jimenas und mein letzter Kurzurlaub schon etwas zurück liegt und wir beide noch ein paar Tage Urlaub haben, haben wir uns entschlossen, demnächst einen Abstecher in eine der Metropolen Europas zu machen - London. Nachdem wir ein paar Probleme hatten, die Bahnreise zu buchen, konnten wir dieses kleine Hindernis durch eine freundliche Bahnangestelllte am Hauptbahnhof FFM aus der Welt schaffen. Und so wird unser Kurzurlaub dann hoffentlich am Donnerstag, den 1.11.2007 pünktlich beginnen können. Da wir beide noch nicht in London waren, sind wir natürlich entsprechend erwartungsvoll und hoffen nicht enttäuscht zu werden. Den 1. Schock konnten wir immerhin schon vor Antritt der Reise erleben. Wer sich darüber beklagt, wie teuer die Lebensmittelpreise in Deutschland sind, der sollte einen Blick auf die Hauptstadt des Empire werfen. Hier sollte auch dem renitenten Nörgeler bewusst werden, dass wir es eigentlich nicht schlecht haben.

Was hat sich sonst noch ergeben … Vor kurzer Zeit habe ich Katharina, mit der ich auch in Brasilien war, bei einer Bewerberveranstaltung (Recruiting-Event auf Neu-Deutsch) einer Unternehmensberatung getroffen. An dieser Stelle nochmals alles Liebe und Gute für den Bewerbungsprozess auch wenn du wohl noch ein bisschen Zeit damit hast. Zeit ist kostbar (5 € für das Phrasenschwein) und vergeht schneller als man glaubt (jipiie weitere 5 €).

Ulf einem Studienfreund möchte ich gratulieren zu seinem bestandenen Studium und hoffe, dass er seine Zukunft ebenso meistern wird, wie das bisherige Leben. Hoffentlich sehen wir uns demnächst bei einem großen Software-Unternehmen :D … Bernd und Henrik viel Spaß bei dem größten deutschen Software-Haus, das auch den Mittelstand anspricht. Hat es wohl auch vorher schon gemacht aber jetzt macht es dies medienwirksamer ;) .

Anscheinend ist Marcel (ein guter Freund, mit dem ich ebenfalls in Brasilien war) wieder in Deutschland, so dass ich ihn demnächst mal anrufen werde, um zu hören, wie es ihm in der Fremde oder dem Staat Gottes (die Brasilianer glauben, dass Gott einer von ihnen sei), ergangen ist.

Für den Rest, der an dieser Stelle keine Nennung findet - nicht verzagen, ich habe euch nicht vergessen aber ich kann natürlich nicht wegen jeder Kleinigkeit ;) die Tastatur bemühen. Deshalb Grüße an Björn + Christiane, Peter + Katrin, Felix, Martin + Maja, Marius + X?, Henrik, Stefan, Nils, Markus + Claudia, den großen Jan, den größeren Jan, Tobias, Jens, … , den Weihnachtsmann

Changes ‘R Good (M.I.K.E.)

September 30th, 2007

Vom großen Bruder lernen, heißt nicht immer den Weg des Sieges zu lernen. Dementsprechend folgt hier ein Zitat, welches ein Problem der U.S. offenlegt.

“America’s education system isn’t producing enough supply to meet market demand for IT talent. Microsoft is hoping that initiatives like its robotics-in-education effort can reverse recent trends and help coax some brains away from finance and into science. Future innovation—and perhaps U.S. economic growth—may hinge on the robots’ success.”

Ist Deutschland also nicht das einzige Land, das beim Kampf um die Zukunft seiner selbst, einen steinigen Weg zu gehen hat. In diesem Sinne - einen schönen Sonntag

Wer den Artikel lesen möchte, der Quelle dieses Zitats ist, der sei an diese Stelle weiter empfohlen

http://www.american.com/archive/2007/july-august-magazine-contents/revenge-of-the-frosh-seeking-robots